Reitlingstal-Erlebnispfade

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In dieser neuen Broschüre werden 4 Routen im südwestlichen Elm beschrieben, die den Besucher über geologische, archäologische, landschaftliche, botanische und forstliche Themen informieren.

Übersichtskarten über die Routen stehen an den Parkplätzen der Gaststätte „Reitling“ und am Ortsrand von Evessen (Obstbauernsiedlung); außerdem gibt es noch 3 weitere Parkplätze im Gebiet.

An den meisten Erlebnispunkten sind erläuternde Tafeln aufgestellt. Die Punkte können auch anders als in den folgenden Routenbeispielen beschrieben miteinander kombiniert werden.

Route 1

Nach einem schönen Ausblick auf das Reitlingstal führt der Weg durch einen typischen Buchenwald zum Quellgebiet der Wabe, einem sumpfigen Bereich zwischen Schichtstufen im Gelände. Weitere wasserreiche Erlebnispunkte sind der Herzberger Grund, auch Lebensraum typischer Pflanzen und Amphibien, und die Bachschwinde an der Teufelsküche. Hier verschwindet in einem Erdfall der Bach im Berg. Nach einem Abstecher in einen alten Gipsbruch und einer Gesamtstrecke von ca. 5 km endet der Weg wieder an der Gaststätte Reitling.

Route 2

Diese ca. 4 km lange Strecke berührt den Waldrand und die Hänge nördlich des offenen Talbereiches. Sie beginnt und endet wieder an der Gaststätte Reitling. Zuerst geht es am Vorwerk Reitling mit seinen Teichen vorbei, die sowohl für Kröten als auch für Wasservögel große Bedeutung haben. Weitere Erlebnispunkte sind der „Wurtgarten“, eine ehemals kreisrunde Burganlage, und die Krimmelburg auf dem Burgberg. Von beiden Anlagen sind heute nur noch Wälle vorhanden.

Route 3

Die Tour führt an den Wällen der alten Brunkelburg vorbei und berührt den Naturwald Kuxberg, der sich – ohne jeden menschlichen Eingriff – zum Urwald entwickeln wird und nicht betreten werden darf. Am nächsten Erlebnispunkt wird über Buchenwaldwirtschaft informiert, bevor der Weg den Trochitenkalk-Steinbruch „Am Markmorgen“ erreicht, wo zahlreiche Stielglieder von Seelilien als typische Fossilien der Muschelkalkzeit zu finden sind. Südlich des Steinbruchs liegen Halbtrockenrasen, die besonders in den Sommermonaten einen großen Blüten- und Insektenreichtum zeigen. Der Weg führt weiter am Südrand des Elms entlang; von hier aus hat man einen weiten Blick über die ostfälische Hügellandschaft bis zum Harz.

Je nach Wahl der Strecke sind für den Besuch der hier genannten Erlebnispunkte 7 – 10 km zu veranschlagen.

Route 4

Auch diese 3 Erlebnispunkte bieten Interessantes aus Geologie, Archäologie und Biologie. Die Ampleber Kuhlen sind Muschelkalk-Steinbrüche, deren Steine für zahlreiche historische Bauten in Braunschweig verwendet wurden. Nach dem Ende des Steinbruchbetriebes hat sich hier auf feuchten und schattigen Hängen ein Schluchtwald entwickelt. Am Eilumer Horn (der höchsten Erhebung des Elms) gibt es ein Gipfelkreuz und – im Unterholz – bronzezeitliche Grabhügel, während weiter nordwestlich mit dem ca. 5000 Jahre alten Steinkammergrab das älteste archäologische Denkmal im Elm zu finden ist.

Auch diese Strecke umfasst 7 km oder mehr, je nach Ausgangspunkt.

Übersichtskarte

 
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