|
Neuer Erlebnispfad eröffnet Von Hornburg über das Große Bruch bis in den Fallstein – Grenzen überschritten von Stephanie Peißker Wanderer können ihre Stiefel schon mal putzen: Der Erlebnispfad Hornburg – Großes Bruch – Fallstein ist am Donnerstag offiziell eröffnet worden. Der Pfad hat acht Erlebnispunkte, an denen Schautafeln aufgestellt sind. Die erste Tafel steht vor dem Hornburger Rathaus. Wer das Heft des Geoparks Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen zur Hand nimmt, kann eine übersichtliche Karte auffalten und den Erlebnispfad verfolgen. Allein für den ersten Erlebnispunkt können Touristen mehrere Stunden einplanen, je nachdem, wie intensiv sie die Hornburger Altstadt erleben möchten. Der zweite Erlebnispunkt ist die Kiesgrube auf dem Klapperberg. Weiter geht es zum Alten Torfstich im Großen Bruch. Es folgen die Steinmühle, bei Veltheim im Fallstein, der Quellteich oberhalb von Steinmühle und der ehemalige Travertinsteinbruch Steinmühle. Die letzten beiden Erlebnispunkte sind die Erdfälle im Fallstein oberhalb von Steinmühle und der Steinbruch am Kleinen Fallstein bei Hoppenstedt. „Mit dem Erlebnispfad gewinnt unsere Stadt einen weiteren interessanten Aspekt“, sagte Stadtdirektor Andreas Memmert. Er zitierte die Unternehmensberatung McKinsey, derzufolge dem Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen, in dem der Erlebnispfad liegt, eine vernetzende Schlüsselrolle zukomme. In direkter Nachbarschaft zum Erlebnispfad befinde sich zudem die Kaiserpfalz Werla, aus der ein Achäologiepark entstehen soll. An der Gestaltung des Erlebnispfades waren viele kluge Köpfe beteiligt. Zum einen ein Arbeitskreis mit Horst Hammer, Helmut Pohl, Fritz Sengpiel, Karin Körner und Henning Meyer. Den Vorsitz hatte Memmert. Gefördert haben den Erlebnispfad das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen (Femo), die Stadt Hornburg und die Öffentliche Versicherung. Karl-Friedrich Weber, Vorsitzender von Femo, freute sich besonders, dass die Menschen die Grenzen in ihren Köpfen überschritten hätten. Er ging auf den Begriff Ostfalen ein, der immer einen Kulturraum bezeichnet habe. Nachdem der Begriff in Vergessenheit geraten sei, werde er nun wieder präsent. Ostfalen überschreite nicht nur Kreis-, sondern auch Ländergrenzen. Die Pressesprecherin der Öffentlichen, Gabriela Schimmel, brachte es auf den Punkt: Europäische Gleichmacherei bewirkt genau das Gegenteil. Die Menschen besinnen sich auf ihre Heimat und auf die Region, in „der sie zu Hause sind.“ Unterdessen sind nun auch kreis- und länderübergreifende Radwege „am grünen Band“ geplant, schließlich gibt es immer etwas zu verbessern.
|