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Ichti auf der Jagd nach Belemniten |
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Ichti der FischsaurierErinnert dich Ichti an ein anderes Tier ? Ein bisschen wie ein Delfin sieht er aus, oder ? Aber Ichti war kein Delfin und Ichti gibt es auch schon lange nicht mehr auf der Welt. Aber genau wie ein Delfin war auch Ichti kein Fisch. So brauchte Ichti zum Beispiel Luft zum Atmen, so wie wir Menschen. Fische können ihren Kopf den ganzen Tag unter Wasser halten, ihnen reichen ganz kleine Luftblasen im Wasser, um genug Luft zu kriegen. Einige Tiere, die im Wasser leben, müssen aber immer wieder zum Luft holen aus dem Wasser herauskommen. Seehunde zum Beispiel, die können zwar viel länger die Luft anhalten, als wir Menschen, aber irgendwann müssen sie nach oben. Delfine und Wale können die Luft noch viel länger anhalten, aber auch sie kommen nach einiger Zeit an die Wasseroberfläche. So musste auch Ichti zum Luft holen nach oben kommen, aber warum ? Eben weil Ichti kein Fisch war. Seine Vorfahren waren einmal Tiere, die aussahen wie Echsen und die lebten an Land. Vielleicht schmeckte diesen Echsen Fisch einfach besser und so gingen sie immer öfter in das Meer, um Fisch zu fressen und irgendwann blieben sie da. Und dann passte sich ihr Körper wieder an ein Leben im Wasser an. Was muss da denn mit dem Körper alles passieren, wenn man nicht mehr an Land lebt ? |
Mit Beinen kommt man im Wasser nur langsam vorwärts, Flossen funktionieren viel besser, also wurden aus den Armen Paddel und die Beine wurden zu einer Schwanzflosse. Wie fängt man jetzt aber andere Tiere im Wasser ? Die schwimmen ganz schön schnell weg. Und wie merkte Ichti, wann ein gefährlicher Hai kam ? Kann man den Hai unter Wasser noch riechen ? Jedenfalls nicht, wenn man bislang etwas in der Luft gerochen hat. Wenn man versucht unter Wasser zu riechen, kriegt man ja nur Wasser in die Nase, das geht nicht. Also musste sich Ichti auf seine Augen verlassen und er hatte sehr große Augen, mit denen er auch in dunklerem Wasser noch etwas sehen konnte. Außerdem musste Ichti sehr schnell im Wasser werden, schneller als alle anderen. Dazu wurde seine Schnauze lang und spitz, damit er wie ein Pfeil durch das Wasser schießen konnte. Von vorne gesehen musste Ichti möglichst rund und glatt werden, damit dem Wasserstrom nichts im Weg stand. Seinen Hals brauchte Ichti nicht mehr, der war zu wabbelig, der Körper musste starr und fest werden. Wie kommen Echsen auf die Welt ? Sie schlüpfen aus einem Ei, wie kleine Vögel. Ichti konnte aber nicht mehr an Land, um Eier zu legen, er hatte ja keine Beine mehr. Also mussten die Jungen im Wasser, lebend, zur Welt kommen, wieder wie bei Delfinen. Gejagt hat Ichti nach kleinen Fischen, nach Ammoniten und nach seiner Lieblingsspeise, den Belemniten, zu denen unten mehr. |
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Hier kannst du die Reste von Ichti sehen. Das versteinerte, vier Meter lange Skelett steht im Geopark-Infozentrum in Königslutter. Ichti war sicherlich mal viel schöner, aber immerhin kann man noch einiges von Ichti erkennen. Fallen dir einige Sachen an dem Skelett auf, die oben im Text erwähnt wurden ? Denk zum Beispiel mal an die Augen. Du kannst dir ja mal das Skelett in Königslutter ansehen. Die Öffnungszeiten des Museums stehen hier. |
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Belemnitenschwarm |
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BelemnitenSchon wieder neue Tiere. Und auch die gibt es nicht mehr auf der Erde. Auch sie sind ausgestorben, genau wie Ichti. Es gibt heute nur noch Tiere, die den Belemniten ähnlich sind, die Tintenfische. Tintenfische, die kennst du bestimmt, so wabbelige Tiere mit vielen Fangarmen. Eigentlich sehen Tintenfische ja nicht wie richtige Fische aus, es sind auch keine. Man kann den Namen nicht immer glauben. Die Tintenfische und Belemniten gehören zu den Weichtieren. Sie haben keine Knochen, deshalb ist ihr Körper so weich. Dafür haben viele Weichtiere eine harte Schale oder ein "Haus" statt Knochen. Fallen dir solche Tiere ein ? Schnecken zum Beispiel, davon haben viele ein Haus. Oder Muscheln, auch das sind Weichtiere, nur ohne Kopf. Und eben Belemniten. Das waren meist kleine tintenfischähnliche Tiere mit einer Schale. Aus der Schale guckte der Kopf raus. |
Unten am Kopf hatten sie einen Beutel, aus dem sie Wasser herauspressen konnten. Wenn sie das machten, kamen sie vorwärts, etwa wie ein Luftballon vorwärts kommt, wenn man ihm die Luft rauslässt. Belmeniten sind mit der Spitze nach vorne geschwommen, der Kopf war hinten. Weil der Kopf recht schwer war und die Belemniten so mit dem Kopf nach unten im Wasser hängen würden, hatten sie ein kleines Gegengewicht in der Spitze, damit sie wieder gerade liegen. Dieses kleine Gegengewicht aus Kalk ist heute alles, was von den Belemniten übrig geblieben ist. Manche sagen zu diesen Spitzen "Donnerkeile", vielleicht hast du schon mal einen solchen Donnerkeil gesehen. Im Museum in Königslutter sind mehrere in den Vitrinen ausgestellt. Viele grössere Tiere haben gerne Belemniten gefressen, so zum Beispiel Ichti, der Ichthyosaurier. Aber auch in den Mägen von Haifossilien hat man noch die harten Spitzen der Belemniten gefunden. |
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