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Ammoniten mit verschiedenen Schalen |
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So viele verschiedene AmmonitenVielleicht hast du auf einem Markt oder in einem Museum schon einmal Versteinerungen von Ammoniten gesehen. Manchmal sieht man sie sogar in Fensterbänken oder Fußbodenplatten, wenn diese aus Kalkstein sind. Die gedrehten Schalen erinnern an Schneckenhäuser. Das ist auch kein Wunder, denn Ammoniten und Schnecken sind entfernte Verwandte, beide sind so genannte Weichtiere. Weichtiere haben keine Knochen, dafür aber meist eine Schale. Fällt dir noch ein Weichtier mit Schale ein ? Eine Muschel. Noch näher als mit den Schnecken sind Ammoniten mit den Tintenfischen (Kraken und Kalmare) verwandt. Die heute lebenden Tintenfische haben allerdings keine (sichtbare) Schale mehr. Aber genau wie die Tintenfische konnten auch die Ammoniten frei im Meer schwimmen und mussten nicht am Boden herumkriechen wie die Schnecken. Beim Schwimmen geholfen hat den Ammoniten ihr Gehäuse. Das Gehäuse war in Abschnitte aufgeteilt, im vordersten grössten Teil, der so genannten Wohnkammmer, lebte der Ammonit, in den hinteren Teilen des Gehäuses konnten die Ammoniten Luft und Wasser hin- und herverschieben. Das haben sie mit Hilfe eines Schlauches gemacht, der sich durch alle hinteren Kammern zog, dieser Schlauch heißt "Sipho". Je nachdem wie sie die Luft im Gehäuse verlagerten, trieben sie im Meer höher oder tiefer. Vorwärts kamen sie mit einem Art Wassersack (Trichter), aus dem sie das Wasser herauspressen konnten. Das funktioniert wie bei einem Luftballon, aus dem die Luft herausgelassen wird. Wenn die Ammoniten das Wasser aus dem Trichter herauspressten, kamen sie voran. In dem Trichter waren noch zwei Kiemen, den brauchen die Ammoniten, um Sauerstoff aus dem Wasser zu bekommen. Fische haben auch Kiemen, auf dem Land dagegen hat man Lungen, um Luft zu kriegen. |
Die meisten Ammoniten lebten wohl in küstennähe im flachen Meer. Sie waren über die ganze Welt verteilt. Die ersten Ammoniten gab es schon lange bevor es zum Beispiel Dinosaurier gab. Die letzten Ammoniten sind in der selben Zeit ausgestorben, als auch die letzten Dinos ausstarben. Große Ammoniten wurden so groß wie das Rad eines Traktors, kleine Ammoniten nur so groß wie dein Fingernagel. Wie das ganze Tier aussah, weiß niemand so genau. Es sind noch keine Abdrücke vom Kopf oder den Fangarmen gefunden worden. Es gibt nur die Schalen und die so genannten "Steinkerne". Ein Steinkern ist der innere Ausguß der Schale, so als ob du zwei Sandkastenformen mit Sand und Schlamm füllen würdest, sie zusammenlegst und das ganze trocknen lässt. Wenn du die Plastikformen wegnimmst, hättest du den harten Kern, einen Steinkern. Auch die leeren Ammonitenschalen sind einst so mit Meeresschlamm ausgefüllt worden. Und heute ist der Schlamm hart wie Stein. Unten auf dem Bild kannst du eine vereinfachte Zeichnung des Inneren eines Ammoniten sehen.
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Ammoniten werden in bestimmten Schichten begraben |
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LeitfossilienWarum aber interessiert man sich gerade für die Ammoniten und nicht so sehr für andere Tiere ? Viele Steine und Felsen, die du heute in der Landschaft siehst, sind einmal in einem Meer abgelagert worden. In unserem Gebiet in Ostfalen sind viele weiße und rote Felsen einmal im Meer entstanden. Früher war es einmal weicher Schlick und Schlamm, der später zu hartem Stein wurde. Im Meer lebten auch die Ammoniten und wenn ein Ammonit starb und auf den Meeresgrund fiel, wurde er manchmal im Schlamm eingegraben. Nun gab es zu verschiedenen Zeiten im Meer auch immer wieder andere Ammoniten, die in den Schlamm fielen. Steht man heute vor einem Stein und weiß nicht, aus welcher Zeit er ist, kann man nach Ammoniten suchen. Und wenn man einen findet, kann man versuchen herauszufinden, in welcher Zeit der Ammonit gelebt hat. Weiß man das, dann muss der Stein genau so alt sein. |
Ammoniten sind für Geologen und Forscher aus mehreren Gründen besonders interessant: 1. Sie hatten eine Schale und diese Schale (oder der Steinkern) blieb bis heute erhalten - von weichen Quallen und Würmern bleibt nichts über, die kann man nicht mehr finden. 2. Es gab zu unterschiedlichen Zeiten sehr viele verschiedene Ammoniten mit unterschiedlichen Schalen - wenn alle Ammoniten zu allen Zeiten gleich ausgesehen hätten, könnte man auch das Alter der Steine, in die sie gefallen waren, nicht bestimmen. So hatten die ersten Ammoniten eher einfache glatte Schalen, im Laufe der Millionen Jahre wurden ihre Schalen immer komplizierter, mit Rippen, Dornen und vielen Windungen. Die letzten Ammoniten waren zum Teil verdreht wie Korkenzieher. Auf jeden Fall sahen sie immer wieder unterschiedlich aus. 3. Sie hatten sich über alle Meere ausgebreitet - deshalb kann man Ammoniten in ihren Steinen in verschiedenen Ländern vergleichen. |
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